Irren ist menschlich! Und, hoffen wir, dass ein jeder weiß, dass die eigentliche Ursache des Irrtums in der Unendlichkeit der objektiven Realität liegt. Menschliches Wissen nähert sich der Wahrheit stetig an, ohne endlich gewiss zu sein, die absolute Wahrheit entdeckt oder gefunden zu haben. Bleiben wir stets neugierig, denn die Unendlichkeit des Weltalls bietet uns eben auch unendliche Möglichkeiten sie zu entziffern.
Dass die Wissenschaft, die Wissenschaftler, auf diesem Weg bestimmte Erscheinungen, Prozesse etc. mit großer Genauigkeit erfassen können, führt letztlich dazu, dass wir Menschen in unserem Lebensumfeld mit relativ großer Sicherheit unseren Aktivitäten praktische Wirkungen verleihen können und nicht Gefahr laufen, uns umzubringen. Unwissenheit hinterließ in den frühen historischen Epochen viel Leid, weil die „junge“ Wissenschaft nur mäßige Anstöße für das Überleben zur Verfügung stellte.
Denken wir nur daran, wie viele Menschen, die auf Nahrungssuche gingen und aus Unkenntnis ungenießbare Kräuter oder Rinden zu sich nahmen und daran verstarben. Der Weg war ein langer, um über menschliche Erfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnis Sicherheit bei der Nahrungsaufnahme zu erlangen. Aber die „Janusköpfigkeit“ sei bei der Erkenntnisgewinnung auch in Betracht gezogen. Bestimmte Substanzen (Gifte) wurden später, in der Antike, zur „biologischen Kriegsführung“ genutzt. Denken wir nur an so manchen Schierlingsbecher oder die an Pest verstorbene Menschen im Mittelalter, die nicht ihre Ruhe in Grabfeldern fanden, sondern des Nachts über die Stadtmauern geworfen wurden, um die feindlichen Kämpfer zu infizieren.
Dass die moderne Gesellschaft nicht frei ist, ähnliche Erscheinungsbilder zu schaffen, ist wohl bekannt. Da sprach man in der näheren Geschichte von den „Zuchtrouten“ Gottes. Bei diesem Prozedere handelt es sich nicht mehr um Irrtümer, sondern hier stellen sich Menschen mit ihrem Wissen in den Dienst von fragwürdigen Elementen, um ihre Habe aufzubessern, kurz, Profit zu machen. Wissenschaftler wissen sehr genau, wie das Verhältnis zwischen Irrtum, Zweifel, Glauben, Erkenntnis, objektivem Gesetz und Fälschung zu definieren ist. Und trotzdem gibt es Kräfte in der Wissenschaft, die ihren Ehrenkodex verletzen und mit
Fälschungen berühmt berüchtigt geworden sind.
Müssen wir uns Sorgen machen um die wissenschaftliche Redlichkeit? Nein, die Wissenschaftler selbst scheinen Mittel zu finden, um dem Karrierebegehren, den Fälschungen, einiger Kollegen zu begegnen.
Quellen:
Titel: J.W. v. Goethe: Faust ,Teil I
Nicht sprechen, nichts sehen und nichts hören, ist hinlänglich bekannt. So mancher "Autor" eines Textes, Bildes, Fotos ignoriert auf der Basis jener Geisteshaltung dass „(I)n der Wissenschaft (…) jeder Text, jedes Bild und jedes empirische Datum, das von jemand anderem stammt und nicht (oder auch nicht ausreichend) zitiert wird, als P ...
Überlegungen zum Thema Literatur und Neue Medien sind meist in die Zukunft gerichtet und mit Schlagwörtern wie E-Book, Hyperfiction oder Print-on-Demand verknüpft. Ein besonderer Stellenwert bei der literarischen Nutzung des Internet kommt sicherlich dem "Project Gutenberg" zu. Diese riesige, kostenfreie Literatur-Datenbank enthält gu ...
Ein bekannter französischer Philosoph und Literaturwissenschaftler befasste sich in seinen Werken mehrfach mit der niedergeschriebenen Geschichte und kritisierte diese als Absurdität. Er schreibt: “Die Geschichte ist das gefährliche Elaborat, das die Chemie des Intellekts produziert hat… [sie treibt die Menschen] zu Größenwahn oder auch zu Verf ...
Meisterwerke - mit und ohne Meister: In der abendländischen Antike galt er als Meister der Dichtung: Homer. Bis heute genießt der Schöpfer der Epen "Ilias" und "Odyssee" hohes Ansehen. Doch würde man seine Dichtung unter dem Aspekt des Urheberrechts betrachten, sehe sich der erste namentlich bekannte Dichter Europas wohl ein ...
Historische Ereignisse und Sachverhalte lassen sich in der Regel so recherchieren, dass man nach kurzer Zeit oder auch lang andauernden Untersuchungen den Nachweis über Original und Kopie mit 98%iger Wahrscheinlichkeit erbringen kann.
Bestimmte, definierte „Wahrheiten“ haben eine aus machterhaltenden Gründen oder aus noch nicht gegebenen U ...
Die Sorge um das Original sei so alt wie die menschlichen Kulturen, schreibt PG in seinem Beitrag „Klonen kann sich lohnen...“. Aber nicht immer geht diese Wertschätzung mit einem copyright-Bewusstsein einher oder anders formuliert: Der Mensch bastelt schon immer gerne mit Ideen anderer.
Als frühes Beispiel für die Beanspruchung geistiger U ...
Jahrhunderte waren in der technischen Entwicklung von Nöten, um endlich ein Verfahren zu entwickeln, mit dem man Elektrizität erzeugen konnte. Eine in diesem Prozess weittragende Entdeckung gelang 1819 dem Physiker Hans Querstedt in Kopenhagen. Mit seinen Magnetnadelversuchen stellte er zufällig fest, dass ein durch einen Draht fließender galva ...
Das Goldene Vlies war nach der griechischen Mythologie das Fell des goldenen Widders Chrysomeles, der fliegen und sprechen konnte. Im antiken, goldreichen Kolchis, dem jetzigen Georgien am Kaukasus, verwendeten die Goldsucher Schaffelle, um den Goldstaub aus den Flüssen zu waschen. So, vermutet man und das belegen spätere fossile Funde, mag di ...
Zwischen 1570 und 1720 gelingen den Menschen bedeutende Erfindungen, die den technischen Fortschritt besonders in Europa beflügeln und zu qualitativ neuen Ein- und Aussichten führen. In der technischen Literatur dieser Zeitepoche kann man lesen, dass das Mikroskop (1590) die "Einsicht" in den Mikrokosmos ermöglichte und das 1604 erfun ...
Das 20. Jahrhundert kennt das Urheberrecht. Darum nimmt man an, dass Schriftsteller, Maler, Kulturschaffende, Wissenschaftler etc. sich ihrer eigenen Ideen bedienen und nicht mehr wie im 18. Jahrhundert frei plagiieren. Denn in jener Schaffensperiode galt der freie Grundsatz: "Über Plagiate sollte man sich nicht ärgern. Sie sind wahrsche ...
Die Geschichtsschreibung der antiken Technik beschränkte sich nur zu gerne auf die Aufzählung der so genannten „Weltwunder“. Aber es sind weniger die technischen Höchstleistungen, als das Übertriebene in Form und Ausführung, was den Weltwundern ihren Ruhm eintrug. Der Gedanke für antike Technik bewegt bei der Betrachtung der ägyptischen Pyr ...
Mit seinen neusten Schriften im Gepäck schickt sich an einem sonnigen Tag 1623 einer der Begründer der modernen Naturwissenschaften an, nach Rom zu reisen. Er folgt einer Einladung seines alten Freundes und Förderers, Kardinal Maffeo Barberini, mittlerweile zum Papst gewählt (Urban VIII.). Absicht der Reise ist, mit ihm über seine neusten astron ...
Irgendwann in den 60-er Jahren schleicht ein kleiner Junge mit Interesse für Comics und schnelle Autos im elterlichen Haus herum und sucht nach dem Buch, das seine Eltern und Geschwister stets zur Morgen- und Abendstunde zur Hand nehmen und lesen. Mit großer Neugier greift er nach dem abgegriffenen Buch und beginnt zu lesen.
Die Faszination ...